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Die Entstehungsgeschichte des VW Typ 183 'Iltis'
Die Erstausrüstung der Bundeswehr 1956 in der Fahrzeuggattung Leichtlastkraftwagen mit überdurchschnittlichen Gelände-
Anfang der 60er Jahre vereinbarten die Regierungen Italiens, Frankreichs und Deutschlands die gemeinsame Entwicklung des so genannten "Europa Jeeps". Dieses Fahrzeug sollte den bei der Bundeswehr bereits 1956 eingeführten MUNGA ersetzen. In mehr als einem Dutzend Jahren gelang es den an der Entwicklung des "Europa-Jeeps" beteiligten Firmen jedoch nicht, die hohen technischen Anforde-rungen der Militärs zu erfüllen. Frankreich und Italien zogen sich daher zurück und Mitte der 70er Jahre musste auch die deutsche Bundeswehr erkennen, daß das Projekt nicht erfolgreich zum Abschluß gebracht werden kann.
Nun galt es im Jahr 1976, kurzfristig eine Lösung für die sich andeutende Ausrüstungslücke zu finden. Aus der Not heraus wurde entschieden, den Bau eines MUNGA-Nachfolgers in Auftrag zu geben, der einerseits dem fahrzeugtechnischen Fortschritt Rechnung trug, sich andererseits aber auch konstruktiv stark am MUNGA orientierte, damit die Weiternutzung der vorhandenen Rüstsätze gewährleistet war. Großes Augenmerk wurde auf Pkw-ähnliche Fahreigenschaften gelegt, da hauptsächlich Wehrpflichtige diesen Geländewagen fahren sollten.
Dank der Unterstützung von Franz-Josef Strauß fiel die Wahl wiederum auf die Wolfsburger Fahrzeugbauer, die zeitnah mit ihrem Lkw 0,5t Typ 183 'Iltis' ein hochgeländegängiges Fahrzeug präsentierten. Zwischen Vertrag über die Lieferung von Prototypen und Beginn der Auslieferung im zweiten Halbjahr des Jahres 1978 lagen gerade einmal zwei Jahre Entwicklungszeit.
eigenschaften und 0,25 to Nutzlast erfolgte mit der Beschaffung des Auto Union / DKW MUNGA. Das Herzstück dieses mit permanentem Allradantrieb ausgestatteten, kleinen Offroaders war ein 1000 cm3 3-Zylinder 2-Takt Benzinmotor, wie man ihn noch später im Wartburg hören und riechen konnte!
Er blieb bis in die 80er Jahre in der Truppe und wurde weit über 60.000 mal gebaut. Mit seinem sehr fortschrittlichen Antriebskonzept ohne Verteilergetriebe, kann er unbestritten als direkter Vorfahre des Iltis gelten. Viele seiner techn. Konzepte wurden für den VW Iltis übernommen und das Allradkonzept fand mit dem berühmten AUDI Quattro seinen Weg in die Großserie.
DKW Munga/4
Prototyp 'Europa Jeep'
Möglich wurde dieses zum einen durch die gegenüber dem 'Europa-Jeep' deutlich reduzierten militärischen Anforderungen und die überwiegende Verwendung von Großserienbauteilen. So stammte beispielsweise der 55 kW (75 PS) starke 1,7l-Benzin-Motor aus der Entwicklung des sog. 'Chrysler'-Motors, einer leicht modifizierten Version des bewährten Passat / AUDI 80 Aggregats mit 1,6l Hubraum, dessen Export doch nicht zustande kam. Zum anderen waren durch die kürzliche Eingliederung des AUDI-Konzerns nun Spezialisten mit Know-How in der Fabrikation des DKW / Auto Union MUNGA vorhanden. So wurde das Antriebskonzept zuerst probeweise in einem leeren Fahrzeugrahmen des MUNGA umgesetzt.
Prototyp 'Iltis' von 1977
Die 8.800 bestellten leichten Allrad-Lastkraftwagen konnten im Ingolstädter AUDI-Werk schnell und kostengünstig produ-ziert werden. Gefertigt wurden zunächst zwei Varianten. Die Variante 1 war als Führungs-, Fernmelde- und Verbindungs-Fahrzeug gedacht. Sie bot bis zu vier voll ausgerüsteten Soldaten bzw. verschiedenen Rüstsätzen Platz. Bei der 2. Variante handelte es sich um einen behelfsmäßigen Verwundetentransporter mit über das Heck hinausragenden Tragengestellen und verlängerter Plane.
Erstmals lag die Ersatzteillieferung sowie die Hauptinstandsetzung (MES 4) in der Verantwortung von Volkswagen und wurde von ausgewählten Vertragshändlern dezentral umgesetzt.
AG im Jahr 1983 die Produktion ein und verkaufte die weltweiten Herstellungs- und Vertriebsrechte an die kanadischen Bombardier-Werke. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war neben dem gescheiterten Verkauf des Iltis an die französische Armee auch der eher dürftige Erfolg des zivilen Modells auf dem Weltmarkt. Nur rund 400 Modelle fanden einen zivilen Käufer. Maßgebend für den schlechten Absatz war vornehmlich der hohe Preis von 34.000,- DM, der Preis von immerhin zwei AUDI 80! Die Bundes-wehr bezog ihre Fahrzeuge übrigens zum Preis von 28.000,- DM.
Bundeswehrversion des Iltis
Nachdem 8.470 Fahrzeuge für das Heer, 310 für die Luftwaffe und 20 für die Marine ausgeliefert waren, stellte die Volkswagen
Zivilversion des Iltis
Bombardier produzierte zwischen 1984 und 1986 rund 3.000 "Polecat" für die kanadischen Streitkräfte. Die Unterschiede zwischen dem VW Iltis und dem Bombardier Polecat waren nicht sehr zahlreich, aber bemerkenswert. Während der VW über
Auf der Basis einer Sublizenz fertigte das VW-Werk in Brüssel zwischen 1984 und 1988 rund 2.700 Fahrzeuge für die belgische Armee. Die Hauptteile wurden aus Kanada geliefert und mit Elementen europäischer Zulieferer vervollständigt. Diese
eine leichte Stoßstange verfügte, die nur gering aus der Front herausragte, war das kanadische Modell mit massiver Stoßstange und einem Astabweiser ausgestattet. Ein markanter Unterschied war zudem die Heckbeleuchtung. Die rechteckigen Rückleuchten des Iltis aus deutscher Produktion waren in den Heckstoßstangen integriert. Die runden US Army Rücklichter des Polecat waren auf die Stoßstangen montiert und wurden von einem Metallbügel geschützt. Auch war das kanadische Verdeck nicht klappbar ausgelegt, aber das robuste Grundkonzept bewährte sich im harten Einsatz.
Kanadischer Iltis im Einsatz
Fahrzeuge stehen größtenteils noch heute im Dienst der belgischen Armee, nur wenige hundert wurden bereits ausgemustert. Einige dieser Fahrzeuge befinden sich heute in Deutschland in privater Hand. Die Hauptvorteile des Bombardier Iltis sind die werksmäßige Hohlraumkonservierung, die serienmäßige vordere Differentialsperre und das von VW übernommene, klappbare Verdeck. Ebenso erfreuen sich die Bombardier-Fahrer über Kontrollleuchten, die den Schaltzustand von Allrad, Vorder- und Hinterachssperre anzeigen.
Vor dem Hintergrund einer einheitlichen Treibstoffsorte forderte die BW um 1986 noch einmal 880 VW Iltis mit Dieselmotor nach, um die Zeit bis zur Einführung des Nach-folgemodells Mercedes G "Wolf" zu überbrücken. Diese als Variante 3 bezeichnete
Bombardier Iltis bei Parade in Belgien
Iltis-Versions war gegenüber der ursprünglichen Variante 1 weitestgehend unverändert. Sie verfügte aber über einen 1,6l VW-Turbo-Dieselmotor mit 51 kW. Dieser krankte aber an einer unveränderten Getriebeübersetzung, die in Kombination mit der gekapselten Einbauposition viele Motorschäden durch Überhitzung und Fehlbedienung geradezu herausforderte. Nach etwa 20 jährigem Einsatz bei der Bundeswehr werden diese Modelle nun auch dem zivilen Automarkt übergeben.

Quelle: http://www.iltisteile.com
Vielen Dank an Tobias Drechsler, den Spezialisten für den VW Iltis!

Weitere Bilder von ungewöhnlichen Iltissenhttp://www.iltisteile.comBilderalben/Seiten/Iltis-Kuriositaeten_bzw._Fakes.htmlshapeimage_25_link_0shapeimage_25_link_1
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